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Mit dem Auftreten von erster und zweiter Mannschaft ist Marcus Hahn zufrieden. Sorgen bereitet dem Vereinsvorsitzenden der Nachwuchsbereich. Für Vereine wie den SV Herbede muss einst das Wort „Traditionsverein“ erfunden worden sein. Im vergangenen April zelebrierte man sein 100-jähriges Bestehen und krönte das Jubiläumsjahr 2016 mit dem Herbstmeistertitel in der Fußball-Bezirksliga. Sportlich scheint es am Stausee also derzeit ziemlich glatt zu laufen. Dennoch machen den Kickern von der Kemnade Probleme zu schaffen, die wohl vielen Fußballvereinen aus der Region nicht unbekannt sind.

Dass beim SV Herbede auf sportlicher Ebene gute Arbeit gemacht wird, davon zeugen zum einen Hallenstadt- und Hallenkreismeistertitel 2016. Zudem verloren die Schwarz-Weißen im Jahr 2016 in der Bezirksliga nur drei Partien – verdientermaßen führt Herbede aktuell die Liga an. „Und das trotz des kleinen Kaders. Das ist eine super Bilanz“, erklärt der Vereinsvorsitzende Marcus Hahn. Es sei zwar klasse, oben mitzuspielen. An höhere Ziele möchte man beim SVH aber erst einmal nicht denken. „Der Aufstieg wäre eine schöne Sache, ist aber kein Muss“, so Hahn.

Reserve arbeitet Erstvertretung zu

Möglich macht die Erfolgsbilanz der ersten Mannschaft auch die eigene Reserve, die in der A-Kreisliga nach Trainerwechsel und personellem Umbruch Anfang 2016 zwar keine so gute Rolle wie zuvor mehr spielt (aktuell Rang 13), dafür die Erstvertretung in personeller Hinsicht aber tatkräftig unterstützt. „Die Zusammenarbeit zwischen den Teams ist besser geworden. Die erste Mannschaft ist nun einmal das Aushängeschild des Vereins. Vor dem Umbruch war die Reserve mit zwei sehr guten und eifrigen Trainern sehr erfolgreich, dafür aber auch wie ein kleiner Verein im Verein. Das wäre auf Dauer nicht gut gegangen“, so der Klub-Boss. Er ist nicht unzufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Auch, weil er sich sicher ist, dass die „Zweite“ genügend Potenzial habe, um die Klasse zu halten.

Weitere Sponsoren gesucht

Dennoch, so ganz sorgenfrei blickt Hahn der Zukunft nicht entgegen. Der demografische Wandel macht nämlich auch am Stausee nicht halt. „Wir konnten in dieser Saison erstmals keine D-Jugend stellen“, erzählt der Vereinsvorsitzende von Schwierigkeiten im Nachwuchsbereich. „Es melden sich generell einfach weniger Kinder zum Kicken an.“ Die guten Talente, die da seien, könne man zudem nicht halten. Die Alternativen aus den Nachbarstädten scheinen einfach zu verlockend zu sein. „Solange jeder Verein im Jugendbereich in Witten sein eigenes Süppchen kocht, wird das auch so bleiben“, ist Hahn sich sicher.

Auch abseits des künstlichen Grüns „läuft es nicht so ganz rund“, verrät der erste Vorsitzende. Die größte Baustelle seien bei stetig steigenden Kosten in erster Linie die Sponsoren. „Wir brauchen einfach mehr davon. Unsere Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge decken unsere laufenden Kosten nicht – selbst wenn Gehälter und Ausrüstungskosten herausgerechnet sind“, erklärt der Vereinsboss.

Für Optimismus sorgt dagegen das gute Verhältnis zum Hammerthaler SV, der seit Sommer 2015 Platznachbar der Herbeder ist. Insgesamt 17 Mannschaften teilen sich den Herbeder Sportplatz. „Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. In Zukunft wollen wir noch enger zusammenrücken“, sagt Hahn.

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