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In der Husemann-Sporthalle weht ein neuer Fußball-Wind. Einer, der von der Kemnade richtig stürmisch herüberzog in die Innenstadt. Mit einem fulminanten Auftritt im Endspiel des Sparkassen-Hallencups verdiente sich der SV Herbede die Siegertrophäe. Mit 5:0 wurde Titelverteidiger TuS Heven 09 in diesen zwölf Minuten regelrecht deklassiert.

Marius Kundrotas, seit ein paar Monaten erst Trainer bei den Herbedern, hatte sichtlich Freude an diesem ersten großen Triumph unter seiner Leitung. Er schnappte sich nach dem Schlusspfiff die Spieler in den schwarz-weißen Trikots und hüpfte beim Siegertanz kräftig mit. „Ich hab’ der Mannschaft vor dem Turnier gesagt, sie soll das Finale einfach genießen. Die Stimmung in der Truppe ist super - diesen Erfolg müssen wir jetzt mitnehmen in die Vorbereitung auf den Rest der Saison.“

Das dürfte vermutlich nicht allzu schwer fallen, denn der SV Herbede erlebt derzeit einen merklichen Aufwind. Gab es am Samstag noch eine 0:3-Niederlage gegen die starke Reserve aus dem eigenen Stall, erlaubte man sich am Sonntag keine Niederlage mehr. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert“, bekräftigte Kundrotas. Der natürlich nicht umhin kam, den Anteil von Neuzugang Alexander Nour an diesem Titelgewinn herauszustreichen. „Man hat gesehen, welche Qualität Alex mitbringt. Er wird uns sicher sehr weiterhelfen“, so der SVH-Coach über den ehemaligen Wanne-Eickeler.
Im Endspiel gegen den TuS Heven (das erste Duell mit dem Landesligisten endete in der Zwischenrunde noch 1:1) sorgte Nour schon in der zweiten Minute mit einem satten Schuss ins lange Eck für den „Dosenöffner“. Beide Teams verbuchten danach je einen Lattentreffer - Nour beim SVH, Volkan Kiral bei den Hevenern. Apropos Kiral: Der Mittelfeld-Lenker der Blau-Weißen sorgte mit einer Undiszipliniertheit nach gut sieben Minuten quasi für die Vorentscheidung gegen sein Team. Teamkollege Christian Berndl hatte nach einem Foul zu Recht eine Zeitstrafe kassiert - was Heißsporn Kiral zu „hämischem Klatschen“, wie es der Schiedsrichter später bezeichnete, und zu einem unsportlichen Spruch hinriss. Konsequenz: Rote Karte gegen den Routinier und freie Fahrt in Richtung Hallencup-Triumph für den SV Herbede. In Überzahl besorgte Gavin Hope das 2:0, Elvis Karisik legte das 3:0 schnell nach - und dann sorgte Gianluca Silberbach mit einem Doppelpass für den Schlussakkord beim 5:0-Erfolg der Kundrotas-Schützlinge, die damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Finale 2015 nahmen.

„Wir haben in der Hektik nach dem Platzverweis, den ich doch etwas überzogen fand, völlig den Faden verloren. Herbede war im Finale am Ende besser und hat verdient gewonnen“, erklärte Hevens Trainer Marc Müller und musste dem Gegner beim Feiern zusehen.

Von Oliver Schinkewitz
der westen



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Foto SV Herbede

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