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Der Titelkampf in der Fußball-Bezirksliga ist auf einmal wieder so spannend wie lange nicht - und der SV Herbede hat daran einen gehörigen Anteil. Der 2:1 (1:0)-Erfolg über Spitzenreiter Firtinaspor Herne sorgt dafür, dass auch die Schwarz-Weißen noch einmal richtig angreifen können im Rennen um die Meisterschaft. Kein Wunder, dass die Stimmung bei den Herbedern derzeit besser kaum sein kann. Die grandiose Erfolgsserie hat auch nach der hochinteressanten Partie gegen den Tabellenführer weiterhin Bestand.
Nach dem Schlusspfiff wurde schon auf dem Platz getanzt und gesungen - „Jungs, jetzt wird erst einmal gefeiert“, trällerte Gianluca Silberbach, der vielleicht eines seiner besten Saisonspiele machte und mit zwei Treffern zum Matchwinner avancierte. Dabei mussten die Schützlinge von Trainer Marius Kundrotas, die im Kalenderjahr 2016 keinen einzigen Punkt abgegeben und sich ins Spitzenquartett vorgearbeitet haben, zwischenzeitlich sogar ein wenig zittern. Erst ein Geniestreich sorgte für die Befreiung. Die Partie begann beinahe mit einem Eigentor der Gäste, als Firtinaspor-Keeper Tayfun Kacar einen Rückpass seines Mitspielers artistisch abwehrte (3.). Auf der anderen Seite wehrte SVH-Torhüter Daniel Schmitz einen gefährlichen Distanzschuss von Hernes Anil Yilmaz zur Ecke ab (8.). Ein wenig plätscherte die Partie, die zunehmend geprägt von vielen bissigen Zweikämpfen war, so vor sich hin - bis Herbede über die linke Seite nach vorn jagte, Benjamin Homann scharf hereinpasste und Gianluca Silberbach den Ball aus wenigen Metern ins kurze Eck bugsierte - das allemal verdiente 1:0 (31.). Der SVH hätte durchaus nachlegen können, doch der emsige Vincent Holthaus (33.) scheiterte ebenso aus Mike Szappanos, der in der 36. Minute nur den rechten Pfosten traf. Auch Homann verzog seinen Schlenzer nur knapp (42.), ein zweiter Treffer lag in der Luft. „Natürlich hätten wir das Ergebnis zur Pause höher gestalten können. Aber nach sieben Siegen in Serie gibt’s jetzt auch nicht großartig was zu meckern“, bilanzierte Kundrotas. Dass sich Firtinaspor, das zunehmend wegen einiger Nickeligkeiten und recht rüder Sprüche von der Trainerbank aus negativ auf sich aufmerksam machte, noch einmal Hoffnungen auf Punkte in Witten machen konnte, hatte sich der SVH selbst zuzuschreiben. Nicht nur, dass man vorne fahrig mit den eigenen Chancen umging und die Fehlpass-Quote viel zu hoch ausfiel - in der 52. Minute holte Gavin Hope Gäste-Kapitän Yilmaz im Strafraum von den Beinen. „Das war unnötig, da muss er sich geschickter verhalten“, grummelte Kundrotas. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst locker zum 1:1. Die letzte halbe Stunde aber gehörte eindeutig dem SVH, dessen Akteure nun immer öfter derbe Fouls über sich ergehen lassen mussten. Schiedsrichter Kissmer (Iserlohn) ließ zu oft Gnade walten, verteilte nur fünfmal Gelb an die Herner. Keine Gnade hingegen hatte Gianluca Silberbach: Er fasste sich in der 85. Minute ein Herz, zog aus 16 Metern trocken ab - der Ball flog krachend in den rechten Winkel, der 2:1-Erfolg war perfekt.

SV Herbede - Firtinaspor Herne 2:1 (1:0)
SVH: Schmitz; Szelinski, Putz, Beckmann, Szappanos (63. Buth), Sisman, Karisik (89. Bosold), Hope, Silberbach, Homann, Holthaus (74. Meyer)
Torfolge: 1:0 Silberbach (31.), 1:1 Yilmaz (52., Foulelfmeter), 2:1 Silberbach (85.).

Von Oliver Schinkewitz
der westen

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