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tus heven Die Erleichterung nach Spielschluss war Marius Kundrotas anzusehen. „Diese drei Punkte kann uns jetzt keiner mehr nehmen - so wollten wir in die Saison starten“, sagte der Trainer des SV Herbede nach dem umkämpften 2:1 (1:1)-Erfolg im Bezirksliga-Derby gegen den TuS Heven 09. Insgesamt wäre wohl eine Punkteteilung gerecht gewesen, doch Hevens Schlussmann unterlief ein folgenschwerer Patzer. Am liebsten wäre Hendrik Paulkowski wohl im Erdboden versunken nach dieser Szene in der 69. Minute.


1:1 hieß es in einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, der personell komplett umgekrempelte TuS Heven machte es dem Favoriten aus Herbede mächtig schwer. Dann aber leistete sich Dennis Wojtakowski ein unnötiges Foulspiel kurz vor der Strafraumgrenze - eine ideale Position für Gianluca Silberbach, der bei Standards schon oft sein Können gezeigt hatte. Diesmal aber traf er dann Ball gar nicht einmal voll - doch Hevens Torhüter Paulkowski ließ den harmlosen Schuss durch die Finger ins Netz gleiten, war danach untröstlich. „So ein Tor zu kassieren, ist natürlich unglücklich - aber eben auch menschlich. Ich mache ihm da keinen Vorwurf“, so Hevens Coach Carsten Blankenagel. Insgesamt gehörte der 26-jährige Ex-Annener nämlich zu Hevens Besten, parierte mehrfach glänzend. Kein Vorwurf an Hevens Keeper In der sechsten Minute allerdings war er chancenlos. Bei Herbedes erster nennenswerter Aktion nach einem Konter spielte Gavin Hope den Ball maßgenau auf Alexander Nour, der zum 1:0 vollstreckte. Die Hevener zeigten sich davon aber nicht geschockt, übernahmen zusehends die Initiative. In der 25. Minute wurde der Ex-Landesligist belohnt: Ali Abou-Saleh nahm einen Abpraller aus rund 22 Metern direkt und jagte ihn unhaltbar zum 1:1 in die Maschen. Kurz nach der Pause brachte der erwähnte Torhüter-Lapsus die Herbeder dann erneut in Front, die Gäste hatten aber durchaus die Chancen, erneut den Ausgleich zu schaffen. Doch weder Abou-Saleh (64.) noch Marc-André Wotte (77.), die beide die Querlatte trafen, hatten das nötige Schussglück. Als der TuS Heven in der letzten Viertelstunde der Partie immer offensiver wurde, ergaben sich natürlich auch beste Kontergelegenheiten für die Elf von Marius Kundrotas. „Die haben wir aber leider nicht gut zu Ende gespielt und es damit unnötig spannend gemacht“, kritisierte der SVH-Coach seine Schützlinge. Alexander Nour hatte nach 78 Minuten die Schusschance, wurde aber noch entscheidend gestört. Kurz darauf verzog Benjamin Homann (82.), in der letzten Minute rettete Paulkowski dann noch einmal eine brenzlige Situation gegen den frei stehenden Nour.

Als der Schiedsrichter die Partie beendete, stürmten die Herbeder Auswechselspieler jubelnd den Platz, als hätte man in der Meisterschaft schon einen ganz wichtigen Sieg errungen. „Ich habe heute eine Kontermannschaft gesehen gegen eine, die Fußball spielen wollte. Wir schalten aber noch zu langsam um, waren in den Zweikämpfen nicht bissig genug“, so Carsten Blankenagel.

Von Oliver Schinkewitz
reviersport

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